Alpin-Tour Bergeller Höhenweg T5

1. Bondo – Cap. Sasc Furä   Viäl – Cap.  Sciora  T4

Dem Wanderweg entlang steigen wir von Bondo 823m durch steilen Wald ins Val Bondasca hinauf.
Bald schon stossen wir auf die Fahrstrasse, welche uns bis zur Alp Laret 1’377m hinauf führt. Hier überqueren wir den Bach und folgen dem Bergweg durch steilen Lärchenwald im Zickzack bis zur Cap. Sasc Furä 1’904m, v
on der Hütte geht’s gleich steil hinauf über mossige Plätzchen und Granitplatten Richtung Nordkante des Pizzo Badile,  wir müssen uns recht konzentrieren damit mit wir den Übergang bei Punkt 2’280m zum Viäl nicht verpassen.
Hier erhalten wir einen imposanten Einblick in die Nordostwand des Badile. Nach einer kurzen Rast machen wir uns dann mit steifen Nacken an den ausgesetzten Abstieg über das schmale Grasband Viäl hinunter auf die Schneefelder. Der Weg führt nun ohne grossen Höhenverlust am Fusse des Pizzo Cengalo und Pizzo Gemelli vorbei. Nur die hohen Moränen müssen immer wieder erklommen werden bis wir dann in der Cap. Sciora 2’118m eintreffen.

2. Cap. Sciora – Pass Cacciabella Süd – Cap. Albigna T5

„Eine alpintechnisch höchst anspruchsvolle Etappe! Sie bietet alles was das Herz des hochalpinen Wanderers begehrt!“ wird in den Führern geschrieben. Diese Route bietet auch eine wunderbare Aussicht auf die Granitkolosse Badile und Cengalo im Sciorakessel und zugleich auf die Gletscherberge im Albignakessel.
Von der Cap. Sciora 2’118m folgen wir dem Weg über Gras- und Geröllfelder und bald einmal stossen wir auf ausgedehnte und immer steiler werdende Schneefelder. In der Früh ist alles hart gefroren und so montieren wir unsere Steigeisen. Im steilen Couloir, welches uns zum Cacciabellapass Süd hinauf führt sind die Ketten am Linken Rand demontiert,  mit Seil und Sicherung geht’s im 2 bis 3 Grat aufwärts.
Cacciabellapass Süd 2’897m. Hier geniessen wir die wunderschöne Aussicht, bevor wir uns dann an den Absteig machen. Es geht in NE Richtung Albignastausee. Über steile Grasshänge führt der Weg oberhalb des Sees zur Albignastaumauer 2’165m hinunter.
Nach dem Überqueren der Mauer folgt noch der Gegenanstieg hinauf zur Cap. Albigna 2’336m, wo wir gut bewirtet werden.

3. Cap. Albigna – Pass Casnil Süd – Maloja T4

Von der Hütte geht’s angenehm steigend unterhalb des Piz dal Päl hinauf zu den Seelein bei Punkt.2’652m. Der Bergweg geht nun rechts weg und führt Richtung Casnilepass hinauf. Wir steigen und klettern jedoch weiter dem Westblockgrat entlang auf den namenlosen Gipfel 3’039m hinauf, welcher sich zwischen den zwei Casnilepässen Süd und Nord befindet. Eigentlich wären beide Casnilepässe begehbar, doch der Nordpass ist mit Geröll und Schutt gefüllt und auch steinschlägig. Über den Südgrat steigen wir nun also in den Südpass 2’941m. hinunter. Über einen aufgeweichten Schneehang geht’s rassig in den Talkessel hinunter. Auf einem grasigen Rücken geht’s in steilem Zickzack hinunter. Bei der engsten Stelle wird der Bach überquert und nun geht’s rechts vom Bach über eine Schuttrinne durch das Seinchaos hinunter. Vereinzelte Markeierungen helfen den besten Weg hinunter zum Fornogletscher 2’453m zu finden.